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Zuständigkeit und Aufgaben des Nachlassgerichts

Das Nachlassgericht gehört zum Amtsgericht. Zuständig ist dasjenige Amtsgericht, in dessen Bezirk der/die Verstorbene (Erblasser) zuletzt gewohnt hat.

Das Nachlassgericht verwahrt auf Wunsch Testamente. Im Todesfall werden alle Testamente und Erbverträge des Erblassers/der Erblasserin eröffnet (auch wenn sie nicht im Gericht verwahrt wurden) und die Beteiligten werden von deren Inhalt unterrichtet. Auf Antrag eines Erben erteilt das Gericht einen Erbschein. Erbausschlagungen werden hier ebenfalls bearbeitet.

Wenn Erben nicht bekannt sind, wird ein werthaltiger Nachlass auch gesichert; nach den Erben wird gesucht.

Zu den Aufgaben des Nachlassgerichts gehört dagegen nicht:

- Rechtsberatung in Nachlassangelegenheiten

- Mithilfe bei der Abfassung eines Testaments

- Teilung des Nachlasses unter mehreren Miterben

- Ermittlungen über die Zusammensetzung des Nachlasses

- Abwicklung wie z. B. Erfüllung von Vermächtnissen oder Pflichtteilsansprüchen

- Ausgleich von Schulden des Verstorbenen

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