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Sicherung von Nachlass (Nachlasspflegschaft)

Nicht selten verstirbt jemand, ohne ein Testament zu hinterlassen, aber auch ohne Angehörige, die bekannt wären.

Wenn der Nachlass werthaltig ist, d.h. mehr Vermögen als Verbindlichkeiten vorhanden sind, setzt das Nachlassgericht einen Nachlasspfleger ein, der den Nachlass sichert und verwaltet und nach Angehörigen sucht.

Nur, wenn trotz aller Bemühungen keine Blutsverwandten ermittelt werden können, fällt der Nachlass an den Staat.

Wenn jemand verstirbt und einen überschuldeten Nachlass hinterlässt, wird keine Nachlasspflegschaft eingerichtet! Es ist also nicht Aufgabe des Gerichts, für einen Schuldenausgleich bei Gläubigern zu sorgen. Der Staat bezahlt keine Nachlassverbindlichkeiten und kommt auch nicht für Kosten auf, die Gläubigern entstehen.

Ein Nachlasspfleger hat nur das Interesse (noch) unbekannter Erben zu wahren. An überschuldetem Nachlass hat ein Erbe kein Interesse.

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